Bianca – Neapels Ur-Pizza
Die Pizza vor der Pizza: Neapels älteste, geboren lange bevor die Tomate Europa erreichte.

Mastunicola

SchwierigkeitEinfach
Backrohr240–250 °C · 10–12 Min.
Menge6 Pizzen
Mastunicola als weiße Pizza mit Pecorino, Basilikum, schwarzem Pfeffer und kleinen Grieben

Mastunicola – Neapels älteste Pizza, von vor der Tomate: weiße Pizza mit Schweineschmalz, Pecorino, Basilikum und Pfeffer. Die Ur-Pizza, nachgebacken.

Menge
6Pizzen à ~30 cm
≈ 1000 g Mehl
Dein Ofen
Timer
Was drauf kommt

Belag

  • 210 gStrutto (Schweineschmalz) dünn auf den Teig gestrichen
  • 210 gPecorino Romano frisch gerieben, zur Hälfte vor, zur Hälfte nach dem Backen
  • frischer Basilikum (überwiegend mitgebacken, ein paar Blätter frisch nach dem Backen), reichlich frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • optional ein paar Ciccioli (Grieben) als historische Variante
Schritt für Schritt

Zubereitung

  1. Pixelbild: Hände drücken einen Pizzateig von der Mitte nach außen und lassen den Rand stehen.
    Ausbreiten
  2. Pixelbild: Eine weiße Pizza ohne Tomatensoße wird mit Käse belegt.
    Weiße Basis
  3. Pixelbild: Eine Pizza gleitet auf einem Schieber in einen heißen Ofen.
    Backen
  4. Pixelbild: Eine fertige Pizza wird mit Kräutern, geriebenem Käse und Olivenöl vollendet.
    Vollenden

Die Werte gelten fürs Backrohr. Mit Pizzaofen oder Pizzastahl (430–480 °C) wird’s knuspriger – dann reichen rund 60–90 Sek. (oben umschalten).

Tipp

Vor der Tomate war Fett der Geschmacksträger – darum strutto (Schweineschmalz) statt Tomatensoße. Die Mastunicola gilt als älteste überlieferte Pizza (16.–17. Jh.); mit dem Siegeszug des Pomodoro geriet sie in Vergessenheit, sodass heute fälschlich die Margherita als „erste“ gilt. Der Name kommt wahrscheinlich vom neapolitanischen „vasinicola“ (Basilikum), nicht von einem belegten „Mastro Nicola“. Wer Schmalz scheut, nimmt gutes Olivenöl – verliert aber das historisch korrekte Mundgefühl (dieselbe Fett-statt-Tomate-Idee steckt im Schmalz-Tipp unseres Sfincione). Pecorino zur Hälfte erst nach dem Backen und etwas kühler als sonst (240–250 °C), sonst verbrennt der geriebene Käse auf der fettigen Bianca. Den Basilikum backen die Originale (Pepe, Cucchiaio) übrigens mit – ein, zwei frische Blätter danach sind Kür.

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GrundteigFür jede Pizza gleich

Pizzateig (Grundrezept)

Für 6 Pizzen à ~30 cm. Auf eine volle 1-kg-Mehlpackung gerechnet (6 Pizzen) – nichts bleibt übrig. Bestes Aroma mit langer, kalter Gare über 24 Std. Wer es eilig hat: 1,5–2 Std. bei Raumtemperatur gehen lassen. Echt neapolitanisch ist der Teig nur aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe – Öl und etwas Honig sind hier eine bewusste Hilfe für Bräunung und Handling im heimischen 250–280 °C-Ofen.

Zutaten
  • 1000 gMehl Tipo 00 (alternativ Type 405)
  • 625 mllauwarmes Wasser
  • 15 gfrische Hefe (oder ca. ein Drittel davon Trockenhefe; für eine 24-Std.-Gare nur ein Bruchteil)
  • 25 gSalz
  • 3 TLHonig oder Zucker (für die Bräunung)
  • 3 ELOlivenöl
So geht’s
  1. Hefe und Honig im lauwarmen Wasser auflösen.
  2. Mehl mit dem Salz mischen, Wasser und Olivenöl zugeben und 10 Min. zu einem glatten, leicht klebrigen Teig kneten.
  3. Abgedeckt 1,5–2 Std. bei Raumtemperatur (oder 24 Std. im Kühlschrank) auf doppeltes Volumen gehen lassen.
  4. Teig in Portionen à ~280 g teilen (6 Stück), zu glatten Kugeln formen, abgedeckt nochmals 1 Std. ruhen lassen.
  5. Teiglinge mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen flach drücken und dünn ausziehen – nicht ausrollen, damit der Rand luftig bleibt.
Tipp

Ofen samt Pizzastein oder umgedrehtem Backblech mindestens 30 Min. auf höchster Stufe vorheizen. Heißer Boden = knuspriger Boden. Die Backzeiten in den Rezepten gelten fürs Backrohr (250–280 °C); in einem Pizzaofen (430–480 °C) braucht eine Pizza nur 60–90 Sek.

Diese Pizza ist bianca – sie kommt ganz ohne Tomatensoße aus (siehe Zubereitung).

Zur ganzen Grundlagen-Seite

Quelle: Luciano Pignataro – Pizza Mastunicola, l’originale ricetta (Antica Pizzeria Pepe)

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