Schinken & Spiegelei
Der Klassiker mit dem Ei: Tomate, Mozzarella, Kochschinken und ein Spiegelei mit flüssigem Dotter.

Pizza Bismarck

SchwierigkeitEinfach
Ofen250–280 °C
Backzeit8–10 Min.
Menge6 Pizzen
Pizza Bismarck mit Tomatensoße, Mozzarella, Kochschinken und Spiegelei
Menge
6Pizzen à ~30 cm
≈ 960 g Mehl
Timer

Belag

  • 480 g Tomatensoße (Grundrezept)
  • 600 g Mozzarella (Fior di Latte) gezupft
  • 420 g Kochschinken in Streifen (klassisch auch Speck, Pancetta oder Rohschinken)
  • 6 Eier frisch, für das Spiegelei
  • Oregano, Olivenöl, etwas schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Teig ausziehen, Tomatensoße dünn aufstreichen, Mozzarella verteilen.
  2. Kochschinken auflegen und die Pizza bei höchster Hitze zunächst 6–7 Min. anbacken, bis der Käse geschmolzen ist.
  3. Pizza kurz herausziehen, in der Mitte eine kleine Mulde freischieben. Das Ei zuerst in eine kleine Tasse aufschlagen und dann in die Mulde gleiten lassen – so bleibt der Dotter heil und läuft nicht über den Rand.
  4. Weitere 3–4 Min. fertigbacken, bis das Eiweiß gestockt, der Dotter aber noch flüssig ist. Mit Pfeffer und etwas Olivenöl vollenden.
Tipp

Das Ei gehört erst in die letzten Minuten – kommt es von Anfang an in den 250–280 °C heißen Ofen, ist der Dotter durch, bevor der Boden fertig ist. Der flüssige Dotter ist hier die eigentliche 'Soße'. Rohschinken oder Speck erst nach dem Backen auflegen, damit sie nicht verbrennen. 'Alla Bismarck' steht in der italienischen Küche allgemein für Gerichte mit Spiegelei – abgeleitet von der bistecca alla Bismarck, einem Steak mit Spiegelei, das mit dem für seine Eierliebe bekannten Reichskanzler Otto von Bismarck assoziiert wird (ein deutsches Traditionsgericht ist es trotz des Namens nicht).

Grundteig & SoßeFür jede Pizza gleich

Pizzateig (Grundrezept)

Für 6 Pizzen à ~30 cm. Bestes Aroma mit langer, kalter Gare über 24 Std. Wer es eilig hat: 1,5–2 Std. bei Raumtemperatur gehen lassen. Echt neapolitanisch ist der Teig nur aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe – Öl und etwas Honig sind hier eine bewusste Hilfe für Bräunung und Handling im heimischen 250–280 °C-Ofen.

  • 960 g Mehl Tipo 00 (alternativ Type 405)
  • 600 ml lauwarmes Wasser
  • 15 g frische Hefe (oder ca. 40 % davon Trockenhefe; für eine 24-Std.-Gare nur ein Bruchteil)
  • 24 g Salz
  • 3 TL Honig oder Zucker (für die Bräunung)
  • 3 EL Olivenöl
  1. Hefe und Honig im lauwarmen Wasser auflösen.
  2. Mehl mit dem Salz mischen, Wasser und Olivenöl zugeben und 10 Min. zu einem glatten, leicht klebrigen Teig kneten.
  3. Abgedeckt 1,5–2 Std. bei Raumtemperatur (oder 24 Std. im Kühlschrank) auf doppeltes Volumen gehen lassen.
  4. Teig in Portionen à ~250 g teilen, zu glatten Kugeln formen, abgedeckt nochmals 1 Std. ruhen lassen.
  5. Teiglinge mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen flach drücken und dünn ausziehen – nicht ausrollen, damit der Rand luftig bleibt.
Tipp

Ofen samt Pizzastein oder umgedrehtem Backblech mindestens 30 Min. auf höchster Stufe vorheizen. Heißer Boden = knuspriger Boden.

Tomatensoße (Grundrezept, ungekocht)

Für 6 Pizzen.

  • 800 g San-Marzano-Tomaten (geschält) oder passierte Tomaten
  • 2 EL Olivenöl extra vergine
  • 2 kleine Knoblauchzehen fein gerieben
  • 1 Prise Zucker (nur falls die Tomaten zu sauer sind)
  • Salz, ein paar Blätter frischer Basilikum, etwas Oregano
  1. Tomaten mit der Hand oder einer Gabel zerdrücken – nicht pürieren, etwas Struktur darf bleiben.
  2. Mit Olivenöl, Knoblauch, einer Prise Zucker und Salz abschmecken. Pur-neapolitanisch wäre nur Salz – Öl, Knoblauch und Basilikum kämen dann erst direkt auf die Pizza.
  3. Roh verwenden: Auf der heißen Pizza gart die Soße im Ofen und behält ihr frisches Aroma.
Tipp

Soße nur dünn auftragen und einen 1,5–2 cm breiten Rand frei lassen.

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Quelle: Galbani – Pizza Bismarck

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